Rottenmann, Steiermark – Er ist das Gesicht einer der beliebtesten ZDF-Serien überhaupt: Hans Sigl, 55, brilliert seit 2008 als charismatischer „Bergdoktor“ Dr. Martin Gruber und begeistert Millionen Zuschauer mit seiner Empathie, seinem Familiensinn und seiner Stärke.
Doch hinter der Kamera verbirgt sich ein vielschichtiger Mensch mit einer Vergangenheit, die alles andere als harmonisch verlief. Und nun erschüttert eine traurige Nachricht sein Leben: Sein Vater ist tot.
Ein schwieriges Vater-Sohn-Verhältnis
Es ist kein gewöhnlicher Verlust. Denn zwischen Hans Sigl und seinen Eltern bestand seit Jahren Funkstille. Bereits mit 30 Jahren zog der Schauspieler einen endgültigen Schlussstrich. In einem offenen Interview im Podcast „Hotel Matze“ erklärte er:
„Ich habe gesagt – mit Dankbarkeit und Demut – danke für das Leben, aber ab hier gehe ich meinen eigenen Weg.“

Ein mutiger Schritt, der damals für Aufsehen sorgte. Seine Eltern hatten sich früh getrennt, als Hans gerade zehn Jahre alt war. Während er bei seiner Mutter lebte, übernahmen meist die Großeltern die Rolle der Bezugspersonen. Den Vater sah er nur selten. Die Distanz wuchs – emotional wie räumlich.
„Die biologische Herkunft wird manchmal überschätzt“, so Sigl – ein Satz, der tief blicken lässt.
Ein letzter Abschied ohne Worte
Nun ist genau dieser Vater am 1. März 2025 im Alter von 78 Jahren verstorben – still, in seiner Heimat Rottenmann in der Steiermark, begleitet nur von einem kleinen Kreis. Laut Todesanzeige des Bestattungsinstituts fand die Beisetzung als Urnenzeremonie im engsten Familienrahmen statt. Hans Sigl war nicht dabei.
Obwohl der Kontakt längst abgebrochen war, dürfte diese Nachricht den Schauspieler nicht unberührt gelassen haben. Denn ein endgültiger Tod schließt ein Kapitel – auch dann, wenn es seit Jahren nur noch auf dem Papier existierte.
Zwischen Abschied und Selbstschutz
Viele seiner Fans fragen sich nun: Bereut Hans Sigl diesen Bruch? Wird er irgendwann öffentlich über den Tod seines Vaters sprechen? Oder bleibt dieser letzte Abschied so still wie die Jahre der Funkstille zuvor?
Fest steht: Hans Sigl hat seinen eigenen Weg gewählt – konsequent und selbstbestimmt. Während er in der Serie „Der Bergdoktor“ oft als Versöhner und Familienmensch brilliert, zeigt sich privat ein anderer Hans: einer, der sich selbst schützt, auch wenn das bedeutet, familiäre Brücken abzubrechen.
Und vielleicht ist genau das die bittere, aber echte Botschaft hinter dieser Nachricht: Manchmal ist Liebe nicht genug – und ein Abschied geschieht lange, bevor jemand stirbt.